Auf diesen Fakten baut die Arbeit der Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in Trägerschaft des RUBICON/ SOZIALWERK für Lesben und Schwule in Köln auf. Seit 10 Jahren leistet die vom Ministerium für Generationen, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW geförderte Fachstelle Informations— und Aufklärungsarbeit zu allen Erfahrungen von Diskriminierung, Gewalt und häuslicher Gewalt von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*Menschen. In dieser Zeit hat Almut Dietrich, Landeskoordinatorin seit 2003, ein Netzwerk von 18 Anlauf- und Beratungsstellen geknüpft, das Betroffenen für ein Erstgespräch oder eine vertiefende Beratung zur Verfügung steht. Da für die meisten dieser Anlaufstellen Gewalt nur eines von vielen Beratungsthemen ist, organisiert die Landeskoordinatorin Fortbildungen und steht für Fachinformationen und Fallberatungen zur Verfügung.

Um Diskriminierung und Gewalt frühzeitig zu verhindern, hat die Fachstelle 2008 zusammen mit SchLAu NRW und der Rosa Strippe Bochum die Initiative „Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie“ gegründet. Mit großem Erfolg: „Das Projekt hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass es heute ein Bewusstsein über die Diskriminierung von lesbischen und schwulen Schülerinnen und Lehrerinnen in NRW gibt“ resümiert Almut Dietrich. Seit 2012 wird die Initiative in Kooperation mit dem Schulministerium von einer eigenen Fachstelle betreut.

Die größte Herausforderung bleibt das Dunkelfeld. Die Landeskoordination bringt deshalb auch im Rahmen des NRW Aktionsplans gegen Homo-und Transphobie ihre Expertise bei Polizei, Justiz und in Präventionsarbeitskreisen ein. „Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* werden häufig bei Präventionsmaßnahmen nicht berücksichtigt. Oft fehlt es auch an Wissen darüber, dass sich diese Gruppe aus Angst vor Stigmatisierung nicht an Dritte wendet.“ so Almut Dietrich.

Dieses Thema steht deshalb auch im Mittelpunkt der Fachtagung „Diskriminierung und Gewalt stoppen! Neue Strategien gegen Homo- und Transphobie in NRW“, mit der das RUBICON das 10 jährige Jubiläum der Fachstelle am 13. November in der Villa Horion in Düsseldorf begeht. Denn das ist langfristiges Ziel der Anti-Gewalt-Arbeit in NRW: dass Diskriminierung und Gewalt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*Menschen zur Ausnahme werden!

Kontakt: Almut Dietrich, Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW, Tel.: 0221 – 27 66 999-55, kontakt@vielfalt-statt-gewalt.de

www.vielfalt-statt-gewalt.de

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Fotos vom Stand der Landeskoordination auf dem Deutschen Präventionstag 2013 in Bielefeld.

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