In der Begründung der Jury heißt es: 
„Lepa Mlađenović ist eine serbische Intellektuelle und Aktivistin, die sich für Frieden und Menschenrechte einsetzt. Sie kämpft insbesondere für Frauenrechte und setzt sich für die Rechte der Menschen ein, deren sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität nicht den Mehrheitsnormen entspricht. Sexualisierte politische Gewalt in Kriegs- und Friedenszeiten, Gewaltprävention und Traumaarbeit sind die Schwerpunkte ihres Engagements, für das sie weit über die serbischen und regionalen Grenzen bekannt ist. Lepa Mlađenović ist Aktivistin und Mitbegründerin vieler Organisationen und Netzwerke, darunter der serbischen Friedensorganisation ‚Frauen in Schwarz‘, ebenso wie von Arkadia und Labris, zwei Organisationen für Lesbenrechte, deren Sprecherin sie auch ist.“

Barbara Unmüßig, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung und Juryvorsitzende, hebt hervor: 
„Lepa Mlađenović ist eine herausragende Persönlichkeit, die politischen Mut und Intellektualität miteinander verbindet. Sie kombiniert konkrete Beratungsarbeit für traumatisierte Frauen mit politischer Interessenvertretung und wissenschaftlicher Arbeit. Lepa Mlađenović begibt sich immer wieder in große Gefahr. Es braucht Furchtlosigkeit, sich in Serbien für die Rechte homosexueller Menschen einzusetzen. Massive Diskriminierungen und Anfeindungen durch weite Teile der Bevölkerung und den Staat gehören dort zu den Alltagserfahrungen homosexueller Menschen.“

„Der Anne-Klein-Frauenpreis will mit der Preisvergabe ein politisches Signal gegen Homophobie in Serbien und vielen anderen Ländern der Welt setzen und in praktischer Solidarität die Arbeit von Lepa Mlađenović und ihrer serbischen Mitstreiterinnen für die Rechte von Lesben unterstützen“, fährt Unmüßig fort.

(Foto: Biliana Rakočević)

Weitere Informationen: http://www.boell.de/presse/presse-anne-klein-frauenpreis-2013-lepa-mladjenovic-16177.html