Porträtiert werden zwei starke und freiheitsliebende Frauen aus zwei Jahrhunderten auf dem Weg zu sich selbst. Anna lebt im heutigen Kapstadt und schreibt Briefe in die Vergangenheit an ihre Urgroßmutter Maria. Dabei stößt sie bei ihrer Ahnenforschung in den Archiven auf ein lang verschwiegenes Familiengeheimnis. Mehr und mehr wird Anna durch die Umstände, die dazu geführt haben, Mariain die Psychiatrie abzuschieben, in ihren Bann gezogen.

Fakten und Fiktion beginnen sich in Annas und Marias Erzählungen zu vermischen, denn auch Marias Stimme ist zu hören. Gelähmt und stumm wandert sie im Geiste zurück und versucht herauszufinden, was sie ans Bett fesselte. Dieses Sich-Erinnern, die Begegnung mit dem, was sie vergessen wollte, legt den roten Faden frei, der sich durch beider Leben zieht: Indem Anna Marias Geschichte zu Ende erzählt, erzählt sie ihre eigene.

Das Thema dieses außergewöhnlichen Romans ist aber nicht nur das Schicksal zweier Frauen, die sich nie kennengelernt haben, sondern auch das autobiografische Schreiben an sich. Die Übungsblätter, die gezielt in die Erzählstruktur integriert sind, laden die Leser dazu ein, sich mit der eigenen Biografie schriftlich auseinanderzusetzen. Annas Schreibversuche zeigen, dass dies ein aufregendes Experiment sein kann!

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