Die übrigen Hotelgäste sind eine schöne Gräfin, die nur nachts auftritt, und deren ergebene Begleiterin. Es ist natürlich die Gräfin Bathory, die nach 30jähriger Abwesenheit so jung und frisch wie eh und je zurückgekehrt ist (eine Diät und viel Schlaf, so erklärt sie, habe ihre Jugend erhalten). Während ihre Begieiterin den jungen Ehemann ablenkt, verführt die Gräfin seine willige Gattin (die den plumpen Sadismus ihres Mannes bereits leid ist und die Subtilität eines Bisses in den Hals vorzieht). Die Begleiterin wird vom Ehemann getötet – wie, bleibt unklar -, der sodann Gräfin und Gattin zur Rede stellt. Im Zuge ihrer Auseinandersetzung geht eine Kristallschale zu Bruch, die seine Hände verletzt – praktischerweise, wie sich gleich herausstellt. Die beiden Frauen wechseln einen ebenso erotischen wie hungrigen Blick und stürzen sich hastig über die Schnittwunden: le rouge aux levres – Blut an den Lippen. Das neue Liebespaar fährt in den Sonnenaufgang. Aber die Fahrt endet in einem flammenden Autounfall, der die Herrschaft der Vampirgräfin zu dem Ende bringt, das die traditionelle Lehre vorschreibt: sie stirbt, von einem Ast durchbohrt. Doch die Seele der Gräfin wandert sofort in den Körper der jungen Braut, die nun ihrerseits ins Hotel zurückkehrt, um ein neues williges Opfer zu finden.

Lief „damals“ im Kino. Ist nicht käuflich zu erwerben.

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