Der Vorteil: „Die Anträge sind sehr einfach auszufüllen“, ermuntert Franziska Kohse von der BMH neue Antragsteller­*innen. Die Wissenschaftlerin ist für das Management der Projektförderung zuständig, berät bei Vorab-Anfragen und dem Einhalten der Formalien.

Was wird gefördert?

Eingereicht werden können insbesondere Projekte zur lesbischen Geschichte, von der Verfolgung im Nationalsozialismus bis zu den historischen und aktuelleren Etappen lesbischer Emanzipation. Gefördert wird gezielte Archivarbeit, Recherchen, Publikationen, Portraits. Zweiter Schwerpunkt sind Bildungsmaßnahmen oder Maßnahmen im Schul-und Arbeitsbereich zu Akzeptanz und Inklusion. Damit sind Workshops, Konzepte, Handreichungen, Aufklärungsmaßnahmen, auch MulitplikatorInnen- und Vernetzungsarbeit oder öffentlichkeitswirksame Projekte gemeint. Darunter fallen auch Community Maßnahmen, die sich gegen Marginalisierung und Diskriminierung in der Szene und in der Öffentlichkeit wenden, lesbische Sichtbarkeit und Selbstbewusstsein zum Ziel haben. Der dritte Schwerpunkt ist das Anstoßen der Erforschung lesbischer Themen insgesamt, egal ob historisch, soziologisch, sozial-, gesundheits- und kulturwissenschaftlich oder philosophisch, psychologisch, sexualwissenschaftlich oder politologisch.

Die Stiftung

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld wurde 2011 gegründet. Als einzige aus Bundesmitteln gespeiste LSBTTIQ-Stiftung vergibt sie seit 2012 Fördermittel für Projekte zur Akzeptanz und Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Trans- und Intersexuellen. In bisher drei Bundesländern und Regionen fanden große Jahresveranstaltungsreihen unter dem Titel „Magnus-Hirschfeld-Tage“ statt. Außerdem engagiert sich die BMH zu Vielfalt im Fußball, zu queeren Flüchtlingen, gibt eine wissenschaftliche Reihe heraus und erstellt in einem eigenen Projekt Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.

Anträge können nur über das Antragsformular der Stiftung eingereicht werden. Alle Informationen zum Antragsverfahren finden sich auf http://mh-stiftung.de/foerderung/

Kontakt Franziska Kohse: Tel. 030 – 208 987 65-6, E-Mail: foerderung@mh-stiftung.de

Pin It on Pinterest

Share This