Mein lesbisches Auge 17: Das Jahrbuch der lesbischen Erotik

von Laura Méritt (Herausgeberin), Regina Nössler (Herausgeberin)

bestellen… 8. Juli 2017, Taschenbuch: 288 Seiten, konkursbuch Verlag, ISBN-13: 978-3887698171.

Lesbisches Leben, Erotik, Liebe, Sex & Alltag in zarten, harten, heiteren und erregenden Kurzgeschichten, offenen Schilderungen des Liebeslebens, in Sachtexten, Gedichten, Interviews und Bildern.

Lesbische TV-Infos von Ingeborg Boxhammer vom 8. bis 21. Juli 2017

 

Sa, 8.7., HR 12:15 Uhr: Vier kriegen ein Kind, D 2014, R: Mathias Steurer******* (Ein lesbisches Paar wünscht sich ein Kind. Steff wird durch eine Samenspende auch schwanger, aber die wurde verwechselt und gehört einem schwulen Paar, das ebenfalls ein Kind möchte. Also müssen sich die Paare irgendwie zusammenraufen. Tun sie auch!)

Sa, 8.7., WDR 13:00 Uhr: Bowfingers große Nummer, USA 1999; R: Frank Oz* (Klamaukige Komödie aus der Filmbranche: Der halbgare Regisseur Bobby Bowfinger [Steve Martin] fingiert einen Starfilm mit einem tumben Doppelgänger und landet einen Coup. In seinem Chaotenteam kommt auch Daisy [Heather Graham] als Schauspielerin unter und schläft dafür mit allen, inclusive Aufnahmeleiterin Farrah [Reamy Hall]. Eher nervig!)^

 

So, 9.7., WDR 23:30 Uhr: N E U ! ! Christopher Street Day 2017, D 2017, R: Oliver Bätz, André Schäfer (Feature über den diesjährigen Insolvenzantrag des “Kölner Lesben- und Schwulentag e. V“ (KluSt), der seit 1991 den Kölner CSD ausrichtet)

 

Mo, 10.7., arte 07:10 Uhr: Re: Aufbruch statt Angst: Homo-Liebe im strengen Albanien (Feature über rechtsradikale Mobilisierungen gegen Schwule und Lesben in Albanien)

Mo, 10.7., Phoenix 12:15 Uhr: Mutter, Mutter, Vater, Kind – Elternglück für Schwule und Lesben, D 2016, R: Frauke Siebold (Die Reportage geht der Frage nach, wie Homosexuelle sich ihre Sehnsucht nach einem Baby erfüllen. Porträtiert werden zwei Regenbogenfamilien.)

Mo, 10.7., arte 22:25 Uhr: N E U ! Dohee – Weglaufen kann jeder, Südkorea 2014, R: July Jung****** (Eine wegen ihrer lesbischen Beziehung strafversetzte Polizistin nimmt sich einer misshandelten Jugendlichen an, kann jedoch die komplexen Probleme wegen ihrer eigenen Verletztlichkeit nicht stemmen.)

 

Di, 11.7., ZDFneo 23:10 Uhr: Stieg Larsson: Verdammnis, Schweden/DK/D 2009, R: Daniel Alfredson, Krimi: Stieg Larsson*** (Zweiter Teil der Trilogie, in der Lisbeth Salander [Noomi Rapace] nach Schweden zurückkehrt und kurze Zeit später wegen Mordes gesucht wird. Sie überlässt ihrer Geliebten Miriam [Yasmine Garbi] ihre Wohnung und versteckt sich. Natürlich kommt es bald zu einem blutigen Treffen zwischen ihr und den Bösen. Journalist Blomqvist rettet sie.)

 

Mi, 12.7., 3sat 20:15 Uhr: Schon wieder Henriette, Deutschland/Österreich 2013, R: Nikolaus Leytner+ (Betagte Kunstrestauratorin und Hobby-Detektivin [Christiane Hörbiger] wird von ihrem jungen Adlatus kurzzeitig für lesbisch gehalten … Leider fälschlicherweise, denn das hätte der Fließbandproduktion wenigstens etwas Pfiff gegeben!)

 

Do, 13.7., HR 13:00 Uhr: Wunschkinder und andere Zufälle, D 2003, R: Thomas Jacob****** (2003 mit GEZ-Geldern (?) gedrehte und seitdem gnadenlos in Monatsabständen wiederholte rechtslastige Farce, in der eine Mutter (Ruth-Maria Kubitschek) ihre heterosexuellen und lesbischen Töchter (Tina Ruland) mit der Aussetzung der Familienvilla in Schwangerschaften zwingt. Der Name Kubitscheks bürgt inzwischen für frauenfeindlichen Müll!)

Do, 13.7., arte 13:45 Uhr: Ich will dich, D 2015, R: Rainer Kaufmann******* (Bürgerliche und lebensgemeinschaftliche Bereicherungen stehen der Liebe zwischen zwei Frauen (Erika Marozsán und Ina Weisse) im Wege, die sich weder von ihrem bisherigen sozialen Gefüge (Marie) noch von ihren Zukunftsträumen (Ayla) verabschieden möchten. Sie sehen sich als heterosexuelle Frauen mit heterosexuellen Errungenschaften (Familie, Anerkennung), die sie nicht aufzugeben bereit sind.)

Do, 13.7., Vox 22:10 Uhr: Max Payne, USA/Kanada 2008, R: John Moore+ (Ein Cop [Mark Wahlberg] sucht den Mörder seiner Familie und gerät zwischendurch mal an eine bisexuelle Russin [Olga Kurylenko]. Wirre Rache-Action, mit einem Lesbenkuss garniert.)

Do, 13.7., RBB 00:10 Uhr: Cloud Atlas, USA/D 2012, R: Tom Tykwer, Lana & Andy Wachowski, Roman: David Mitchell+ (Cineastischer Leckerbissen in sechs Erzählsträngen über philosophisch-weltgeschichtliche Zusammenhänge – mit vielen Stars [Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent, Hugh Grant, Susan Sarandon, Hugo Weaving u. a.] in immer und immer wieder anderen Rollen: Dabei spielen z. B. Schwarze Weiße oder umgekehrt – und genderübergreifend ist es – vermutlich Dank Lana, ehemals Larry Wachowski – sowieso. Die Story ist an manchen Stellen etwas dünn, aber insgesamt sehenswert, wenn mitunter auch sehr brutal in Szene gesetzt)

 

Sa, 15.7., ARD 23:55 Uhr: Inas Nacht, Unterhaltungsshow (u. a. lesbische TV-Moderatorin Dunja Hayali (Jahrgang 1974) zu Gast bei Ina Müller)

Sa, 15.7., ZDFneo 20:15 Uhr: Vicky Christina Barcelona, USA/SPA 2007, R: Woody Allen** (Zwei junge Amerikanerinnen [Rebecca Hall und Scarlet Johansson] beginnen in Barcelona eine Dreiecksbeziehung mit dem Macho Juan Antonio [Javier Bardem]. Seine Ex-Frau [Penelope Cruz] mischt schließlich das Dreieck nachdrücklich auf. Teilweise unterhaltsam, teilweise voller abgegriffener Klischees.)

 

So, 16.7., arte 20:15 Uhr: Radio Rock Revolution, USA/UK/D/FRA 2009, R: Richard Curtis** (Auf einem Schiff auf der Nordsee ist Mitte der sechziger Jahre ein britischer Piratensender stationiert, der mit Rockmusik und unmoralischen Sprüchen für Verbotsgelüste bornierter Tories [herrlich verklemmt: Kenneth Branagh] sorgt. Als einzige Frau auf dem Schiff hat es die lesbische Köchin nicht leicht, denn es ist ein Männerfilm mit Männerspäßen …)

So, 16.7., RBB 22:00 Uhr: Seitensprung, D 2014, R: Sabine Boss+ (Werbetexterin Fiona [Claudia Michelsen] ist zwar nicht erfreut, dass ihr Gatte die Nachbarin geschwängert hat, aber sie nimmt sie in die Familie auf und steht ihr bei der Geburt bei. Dies lässt die Hebamme denken, es handle sich um ein lesbisches Paar. Leider nicht …)

 

Mo, 17.7., arte 22:15 Uhr: N E U ! Liebe im Reich der Mitte – Chinas Frauen im Aufbruch, D 2016 (Porträt chinesischer Frauen, darunter auch ein lesbisches Paar in Peking)

 

Di, 18.7., SRF2 20:15 Uhr: Rubbeldiekatz, D 2011, R: Detlev Buck** (Der glücklose Charleys-Tante-Mime Alexander [Matthias Schweighöfer] übernimmt als Alexandra notgedrungen die Rolle eines BDM-Mädels in einem Unterhaltungsfilm über Nazis und verliebt sich –– echt jetzt? Aber so was hatten wir doch noch nie!!!! – in seine Filmpartnerin [Alexandra Maria Lara]. Überwiegend witzloser Klamauk, der viele seiner Gags auf Kosten von Schwulen präsentiert)

 

Mi, 19.7., ONE 20:15 Uhr: Tod auf dem Nil, UK 1977, R: John Guillermin+ (Hercule Porree — pardonnez-moi, Poirot! [Peter Ustinov] ermittelt auf einem Nildampfer, auf dem ein Mord verübt wurde. Dabei beobachtet er auch die Witwe Mrs. Van Schuyler [Bette Davis] und die ihr in einer Art Hassliebe verbundene Gesellschafterin (?!) Miss Bowers [Maggie Smith] …)

 

Fr, 21.7., HR 00:00 Uhr: Fanny Hill – Die Memoiren eines Freudenmädchens, UK 1983, R: Gerry O’Hara**** (Mitte des 18. Jahrhunderts gerät die junge und naive Fanny Hill [Lisa Foster] in London in ein Bordell und wird dort von Frauen in diverse Sexualkontakte eingeführt, die ihr Spaß machen. Natürlich dienen die lesbischen Sexspielchen nur der Vorbereitung auf Heterosex, und Fanny verliebt sich in einen Kunden, mit dem sie durchbrennt, bis sie im Hurenhaus von Mrs. Cole [Shelley Winters) landet. Naiv, oberflächlich und ausbeuterisch.)

 

Sa, 22.7., tagesschau24 20:15 Uhr: DDR unterm Regenbogen – Homosexuelle der DDR, D 2011, R: Jochen Hick, Andreas Stohfeldt (Dokumentation über die Geschichte der Homosexualitäten in der DDR. Porträtiert werden die Lebensgeschichten der AktivistInnen Peter Rausch, Christian Pulz und Marina Krug, die alle drei früh ihre Homosexualität erkannt haben.)

 

++++GRUNDSÄTZLICHE INFOS++++

– Die Fernsehtipps entstanden ca. Anfang 2007 als Service für meine Freundinnen. Inhaltsangaben und Wertungen speisen sich aus meinen Datenbanken, spiegeln allerdings meine persönliche Meinung wider – und meinen Humor …

– Die Fernsehtipps dürfen weitergegeben werden; zurzeit befinden sich in meinem Verteiler an die 80 Privatpersonen, Initiativen und Institutionen (von Dresden bis Saarbrücken; von Hamburg bis Graz), die jeweils ihre Verteiler ebenfalls damit bedienen.

Veröffentlichungen sollten bitte mit mir abgesprochen werden. Derzeit veröffentlichen die Achtbar in Tübingen http://www.achtbar-tuebingen.de/index.php/content/view/328/84/, Konnys Lesbenseiten https://www.lesben.org und seit 1.6.2012 www.phenomenelle.de die Tipps.

– Die Tipps bekommt ihr unentgeltlich; in der Regel im Zwei-Wochen-Rhythmus. Wenn ihr meine Arbeit unterstützen wollt, dann könnt ihr für www.lesbengeschichte.de spenden und damit die Zukunft dieser Seiten sichern:

Ingeborg Boxhammer, Stichwort „Lesbengeschichte“
Kontonummer 300 933 579 bei der Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98)

– Bis 05:00 Uhr morgens ordne ich alle Sendungen dem Vortag zu, weil das für mich einfacher ist.

– Bis auf ganz wenige Ausnahmen berücksichtige ich keine Serien und keine unmittelbaren Wiederholungen! Selten oder überhaupt noch nicht im sog. Free-TV gezeigten Produktionen kennzeichne ich mit „neu!!“.

– Regelmäßig aktualisierte Listen zu lesbischer Liebe in deutschen, deutschsprachigen oder koproduzierten Spielfilmen, Dokumentationen, Reportagen und Talkshows findet ihr unter „Lesben & Film“ auf www.lesbengeschichte.de.

– Der Sternchenbewertung im Spielfilmbereich liegen folgende Kategorisierungen zugrunde:

 

Wertung nach dem Sternchenprinzip

 

* * * * * * * * 8 Sterne

Eindeutiger Lesbenfilm, in dem Lesben die Handlung tragen. Ohne sie würde der Plot im Optimalfall nicht mehr funktionieren. Lesbischsein wird hier nicht in Frage gestellt und daher auch nicht mehr diskutiert.

 

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* * * * * * * 7 Sterne

Es geht überwiegend um Lesben. Sie werden von der Filmlogik nicht in Frage gestellt, sondern erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb der Handlung.

 

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* * * * * * 6 Sterne

Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit Lesben vorhanden, wird behandelt und ist unübersehbar!

 

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* * * * * 5 Sterne

Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst; die Regie wagte sich vielleicht nicht explizit an das Thema heran oder wollte es nur ausschlachten.

 

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* * * * 4 Sterne

(Nebenrollen-) Lesben werden eindeutig als solche dargestellt und sind über einige Sequenzen des Films präsent; kurze Affären fallen auch in diese Kategorie!

 

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* * * 3 Sterne

Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die aber nicht verfolgt werden und im Hintergrund fungieren!

 

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* * 2 Sterne

Zwischendurch taucht mal eine Lesbe auf, oder wird erwähnt oder gezeigt, mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick und entsprechender Kommentar oder eine eindeutige Anmache …

 

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* 1 Stern

So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!

 

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+

Hier handelt es sich lediglich um (umstrittene) Andeutungen und/oder Zwischentöne. Transgender-Darstellungen oder Hosenrollen fallen mitunter auch in diese Kategorie.

 

© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2017)

 

Nachtrag:

Fr, 24.8, arte 00:05 Uhr:

Sex und Tabu (In der Reihe „KurzSchluss – Das Magazin“ steht diesmal das Thema „Sex und Tabu“ im Zentrum; u. a. mit „Geburtstag“, SCHWEDEN/POLEN 2010, R: Jennifer Malmqvist (16 min): Für den Geburtstag ihrer Liebsten hat Sara sich was ganz Tolles ausgedacht, aber es kommt anders als erhofft … Irritierendes Drama)

weird – Die neue Ausgabe Nr. 117 Juli 2017 ist ab sofort online

Über weird: 

weird ist das erste und einzige Stadtmagazin für lesbische Frauen* in Bielefeld. (* meint, dass es unserer Ansicht nach kein starres Zweigeschlechterkonstrukt gibt.) 

weird gibt es seit November 2007 auf weird-bielefeld.de! Und nur hier, denn: weird ist eine reine Online-Zeitschrift und eines von Deutschlands wenigen journalistischen Lesbenmagazinen, das zudem jeden Monat erscheint. 2010 wurde weird für den „Alternativen Medienpreis“ in der Kategorie „Internet“ nominiert. weird wird laufend aktualisiert und erscheint jeden Monat mit neuem redaktionellen Inhalt.

Inhalt, das heißt bei weird Interviews, Portraits, News, Musik und Kultur aus der ganzen Welt, lokale Themen, Termine und Adressen, Satire sowie Platz für kostenlose private Kleinanzeigen, Grüße, Kommentare und mehr.

weird ist unabhängig, alternativ, anders und überparteilich. 100 % selbstbestimmt. 100 % weird.

Jetzt am Kiosk: L-MAG Juli/August 2017

Weitere spannende Themen sind:

  • Politik: Gedenken lesbischer Opfer im KZ Ravensbrück
  • Sport: Überblick zur Frauenfußball-EM

  • Film: schwuler Trash-Regisseur John Waters im Interview
  • Reise: LGBT in der schönen französischen Stadt Nantes
  • Erotik: Toys für das Handgepäck im Urlaub

Viele weitere aufregende Themen von, über und für Lesben warten auf euch…also ab zum nächsten Kiosk oder gleich ein Abo bestellen!

Kordula Völker – Die Wortefinderin

Kordula Voelker2Kordula Völker ist vielen bekannt als Kabarettistin. Dass sie auch als Regisseurin, Komponistin, Buchautorin, Moderatorin, im Infotainment und als Train the Trainer arbeitet, wissen die wenigsten. https://www.kordulavoelker.de

Nach wie vor tritt Kordula Völker als Kabarettistin und Liedermacherin in der Lesbneszene auf. Ihr letztes Album ist von 2016 und heißt „Mittendrin“. Wenn ihr einen zauberhaften Abend veranstalten möchtet, freut sich Kordula über Anfragen.

JobArt – die Kunst sich zu präsentieren, ist das zweite Standbein der Journalistin, Moderatorin, Regisseurin, KabarettistinKordula Völker. Sie bietet Coaching, Workshops zu Körpersprache, Stimmtraining und Infotainment an. https://www.jobart-voelker.de/

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