Dachverband Lesben & Alter

Dachverband Lesben & Alter

Der bundesweite Dachverband Lesben & Alter wurde gegründet, um die Interessen von Lesben im Alter in die Öffentlichkeit zu bringen und sich für diese einzusetzen. Vertreterinnen bzw. Sprecherinnen verschiedener Lesben- und Schwulenorganisationen treffen sich in unregelmäßigen Abständen zur Vernetzung und Planung von Veranstaltungen und Lobbyarbeit. Aufgrund geringer finanzieller und personeller Mittel gestaltet sich die Entwicklung und Arbeit des Dachverbandes mit Hindernissen, die jedoch überwunden werden sollen.
SAFIA e.V. – Lesben gestalten ihr Alter

SAFIA e.V. – Lesben gestalten ihr Alter

Mit mehr als 400 Lesben im Alter ab 40 Jahren bildet SAFIA e.V. ein bundesweites Netzwerk. Unser erklärtes Ziel ist, dass jede mit  ihren Fähigkeiten, Eigenheiten und ihrer Kreativität Raum haben kann.

Netzwerk bedeutet für uns: lebendiges Miteinander, Austausch zu vielfältigen Themen, füreinander da sein, miteinander Ideen entwickeln, Alter gestalten. Wir üben bei SAFIA eine Kultur des Achtens und Respektierens einer Jeden in ihrer Besonderheit und Geschichte. Mehrmals jährlich finden bundesweite Treffen in Frauenbildungs- und Frauentagungshäusern statt.

Daneben gibt es in zahlreichen Städten und Regionen regelmäßige Treffen, Stammtische und Arbeitsgruppen. Infos zu diesen Treffen gibt es über die entsprechende SAFIA-Kontaktfrau. Einige SAFIAs leben in alternativen Lebensformen, wie zum Beispiel Wohnprojekten, Dorf- und Hofgemeinschaften. Es ist möglich, sich in solche einzugliedern oder sie zu gründen.

Video: Leben wie Sie lieben – auch im Alter. LGBT in der Altenpflege bei der MÜNCHENSTIFT

Video: Leben wie Sie lieben – auch im Alter. LGBT in der Altenpflege bei der MÜNCHENSTIFT

Die MÜNCHENSTIFT GmbH hat sich nach dem Stadtratsbeschluss der Landeshauptstadt München als einziger Münchner Träger für das Modellprojekt Öffnung der stationären Altenpflege für LGBT beworben. Der Dokumentarfilm weist auf die Bedürfnisse älterer Lesben, Schwuler und Transmenschen hin und zeigt, wie die Öffnung der stationären Altenpflege für LGBT in den Pflegeeinrichtungen der MÜNCHENSTIFT gelebt werden kann.

https://www.youtube.com/watch?v=QQ0HwYpR-kk

Ein enger Kontakt und Austausch mit der LGBT Community ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts. Unter anderem werden durch die Stabsstelle Vielfalt in Absprache mit den drei Projekt-Häusern: Haus an der Effnerstraße, Haus St. Martin und Haus. St. Maria Ramersdorf verschiedene Veranstaltungen für BewohnerInnen – auch mit der LGBT Community – organisiert. Daneben ist auch die Fort-und Weiterbildung der MitarbeiterInnen der MÜNCHENSTIFT ein großes Anliegen, weshalb es – ebenso unter anderem durch die LGBT Community – organisierte Fortbildungen und Stadtrundgänge für MitarbeiterInnen gibt. Die MÜNCHENSTIFT war seit 2014 jedes Jahr auf dem CSD vertreten. Das übergeordnete Ziel ist es, eine Öffnung der stationären Altenpflege für LGBT zu erreichen und in Zukunft auch über die Projekthäuser hinaus in allen Häusern einen diskriminierungsfreien Raum für MitarbeiterInnen und BewohnerInnen als gelebte Normalität zu erfahren.

Fachlich begleitet wird das Projekt von der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und vom Sozialreferat.

Große Resonanz im Netz für Kurzfilm lesbisch.schwul.älter

lesbisch.schwul.älter - ein Kurzfilm über Sichtbarkeit, Netzwerke und CommunityBeim diesjährigen Filmfest homochrom hatte lesbisch.schwul.älter – ein Kurzfilm über Sichtbarkeit, Netzwerke und Community Premiere, jetzt schnellen die Klickzahlen im Netz nach oben. In nur 11 Minuten zeigt der Film, welche Rolle Sichtbarkeit, Netzwerke und Community im Alter spielen. In kurzen Filmsequenzen erzählen Lesben und Schwule zwischen 60 und 84 Jahren über ihre Erfahrungen und Wünsche.

Der lang anhaltende Applaus nach der Köln-Premiere im Rahmen vom homochrom Filmfest machte deutlich, wie sehr dieser kurzer Film das Publikum bewegt. „Mehr davon“, riefen viele. Andere bedankten sich. Jüngere gaben zu, sie hätten sich bislang nie Gedanken darüber gemacht, dass es auch ältere Lesben und Schwule gibt. Man sähe sie ja nicht. Dabei waren es die Generationen „Lesbenfrühling“ und „Stonewall“ aus den 1970 Jahren, die lesbisch-schwules Leben sichtbar gemacht und stolz für gleiche Rechte gekämpft haben!

Das 11-minütige Video ist eine Produktion im Auftrag von Carolina Brauckmann und Georg Roth, Landeskoordination für ältere Lesben und Schwule in NRW, rubicon e.V., Köln.

Aufnahme und Schnitt: sistas inspiration.

Link zum Video http://youtu.be/o9rVrp_P-Ko oder über die Website www.immerdabei.net 

Broschüre „Homosexualität und Alter – Informationen für Beschäftigte in der Altenpflege“

Zum ersten Mal gibt es in Deutschland eine Generation von älteren Lesben und Schwulen, die offen zu ihrer sexuellen Identität stehen. Die Generationen der Männer und Frauen, die offen lesbisch oder schwul leben, beanspruchen nicht nur, in ihren Rechten mit heterosexuellen Menschen gleich behandelt zu werden, sondern sie fordern nun auch für ihre neue Lebensphase, dass ihre jeweiligen Bedürfnisse berücksichtigt werden.

Aus dieser Lebenssituation ergeben sich Konsequenzen. Es wird ein neues Bild des Alterns und ein neuer Umgang mit dem Alter notwendig. Dies ist eine große soziale und gesellschaftliche Herausforderung. Die Seniorenarbeit für ältere Lesben und Schwule muss stärker von Verbänden und Verwaltungen aufgegriffen werden, und die Altenhilfe muss sich besser auf die Lebenssituation älterer Lesben und Schwulen einstellen.

Die im Januar 2010 erschienene Broschüre „Homosexualität und Alter – Informationen für Beschäftigte in der Altenpflege“ soll dazu beitragen, die Bedürfnisse von älteren homosexuellen Frauen und Männern zu erkennen und Sensibilität dafür zu entwickeln. Die Lebenssituation von älteren Lesben und Schwulen soll bekannter gemacht werden. Dabei geht es sicherlich auch darum, soziale Netzwerke zu planen und aufzubauen und Orte für ältere Lesben und Schwule zu konzipieren, damit sie ein selbstbestimmtes Leben im Alter führen können.

Die 20-seitige Broschüre im Format DIN A 4 wurde vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit erstellt in Zusammenarbeit mit
– dem Diakonischen Werk in Hessen und Nassau e.V.,
– der Landesseniorenvertretung Hessen e.V.,
– der hessischen Heimaufsicht sowie
– dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) – Landesgruppe Hessen,
– der Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung (BIVA) e.V.,
– der Gruppe 40plus – Schwules Forum Frankfurt/Main,
– dem Kasseler Bund e.V. und
– der Lesben Informations- und Beratungsstelle e.V. LIBS Frankfurt/Main.

Pin It on Pinterest