Die allein erziehende Mutter Laetitia, deren Maxime es von jeher war, ohne Rücksicht auf Verluste geradeaus zu schauen, stößt nun an ihre emotionalen Grenzen. Mit Hilfe von Mabel, ihrer neuen lebenslustigen Kollegin, beginnt sie nicht nur ihre Stimme wiederzufinden. Allmählich wird Laetitia klar: Es sind die ungesagten Botschaften und die Geheimnisse aus Hannas Vergangenheit, die wie stille Post das Leben ihrer Familie durchziehen. Diese Post muss endlich geöffnet werden, und Laetitia wird mit einem Thema konfrontiert, das wie ein roter Faden drei Generationen miteinander verbindet: Flucht.

„Ich träume manchmal von Zügen“, sagte Laetitia plötzlich. „Vielleicht habe ich immer in die Zukunft geträumt.“ Mabels Blick glitt an ihr vorbei, aus dem Küchenfenster hinaus. „Oder in die Vergangenheit.“ „Was?“ „In die Vergangenheit. Eine, die existierte, bevor du da warst.“

 

Dorit David lebt seit 1992 in Hannover. 2007 geht sie mit ihrem ersten Buch „Herr Feng Shui weint“ an die Öffentlichkeit und bringt drei weitere Bilderbücher heraus. Sie arbeitet u.a. als Schauspielerin, Pädagogin und Illustratorin. 1993 beginnt sie für die Bühne Geschichten zu erfinden und ab dem Jahrtausendwechsel auch am Schreibtisch. Gefühle ohne Namen ist ihr erster Roman.

 

Die Autorin steht für Lesungen gerne zur Verfügung.

Pin It on Pinterest

Share This