Sie waren Herausgeberinnen der DOB-Zeitschrift The Ladder. Am 12. Februar 2004 heirateten Del Martin und Phyllis Lyon in San Francisco. Sie waren das erste legal verheiratete lesbische Paar in den USA. Sie blieben verheiratet, bis die kalifornischen Gerichte der Stadt San Francisco wenige Wochen später verboten, gleichgeschlechtliche Ehen zuzulassen.

Und am 16. Juni 2008 waren Del Martin und Phyllis Lyon das erste Paar, das nach dem neuen Recht ganz offiziell in San Francisco die Ehe schloss.

Die von Del Martin und Phyllis Lyon maßgeblich mit gegründeten Daughters of Bilitis legten die Grundstein für die spätere FrauenLesbenBewegung. DOB verstanden sich auch als Alternative zur Bar-Szene. In den 1950ern gab es wenig Treffpunkte für Lesben außerhalb des Sub. 1958 hatten die Daughters of Bilitis bereits Ablegerinnen in Los Angeles, New York und diversen anderen Städten. Sie hatten regional unterschiedliche Schwerpunkte, umfassten aber Diskussionsgruppen, Veranstaltungen, politische Aktivitäten, Forschung und Zusammenarbeit mit schwulen Gruppen wie der Mattachine Society.

Die Daughters of Bilitis waren mit dem Ziel gegründet worden, im heterosexuellen Mainstream Akzeptanz für Lesben zu schaffen. In den 1970ern, nach Stonewall und mit der neuen Frauenbewegung kamen zunehmend radikal feministische Frauen hinzu. Der Richtungsstreit führte zur Marginalisierung und schließlich zur Auflösung der Daughters of Bilitis.

Mit Del Martin verliert die FrauenLesbenBewegung eine ihrer Heldinnen. Del Martin hinterlässt ihre Ehefrau Phyllis Lyon, mit der sie 55 Jahre lang liiert war.

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