R: Sayer Susan Frey, USA 1998, 74 min, 16 mm, OF. Eileen ist Spionin in Sachen Sex. Ausgerüstet mit Fernglas, Tonband und Tagebuch bespitzelt sie Frauen im kleinstädtischen Minnesota, ohne selbst Nähe und Intimität zulassen zu können. Eileen sammelt Stückgut aus dem Leben anderer: Gesprächsfetzen und Erinnerungen… Auch tote Tiere am Straßenrand. Eileen ist Hobby-Bestatterin bei Highwaystreifzügen durch bizarre Tagtraum-Landschaften. Offenes Wagenfenster und im Seitenspiegel die ins Endlos verlaufende Fahrbahnmarkierung. Klar, daß irgendwann SIE auftaucht: die attraktive Hitchhikerin Jayne. Was anderes kann Eileen da tun, als die Rolle der bloßen Beobachterin aufzugeben? Frey’s Debutfilm ist eine außergewöhnlich poetische Erzählung voll surrealer Brüche und einem Hauch von „I’ve Heard the Mermaid Singing“. Schwarzweiß-Bildästhetik vom Feinsten! Wurde während der Hamburger lesbisch-schwulen Filmtage vom 19.-24.10.99 aufgeführt.

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