Machtvolle Zuschreibungen und ihre performative Herstellung sind nahezu jedem gesellschaftlichen Handeln und Sprechen immanent und können damit zum Untersuchungsgegenstand werden. Queer Studies stehen demnach vor der Herausforderung, ihr Untersuchungs- und Interventionsfeld radikal erweitern zu müssen und dennoch in ihrer Methodik und (wissens-)politischen Zielsetzung nicht beliebig zu werden.

Dieses Buch möchte einen Beitrag zu diesem Projekt leisten. Die AG Queer Studies organisiert die Vorlesungsreihe „Jenseits der Geschlechtergrenzen“, die sich seit 1990 neuen Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Queer Studies widmet.

Jin Haritaworn Kiss-ins und Dragqueens: Sexuelle Spektakel von Kiez und Nation
Felix Krämer und Nina Mackert Plessy revisited: Skizzen dekonstruktivistischer Körpergeschichte(n) von den Vereinigten Staaten der Segregation
Alexandra Ganser Erika Lopez, Tomato Rodriguez und die Flaming Iguanas: Queer Textual Politics aus dem Zwischenraum
Antke Engel Ökonoqueer: Sexualität und Ökonomie im Neoliberalismus
Sonja Mönkedieck Performativität der «Unternehmerin ihrer selbst»: Das Unternehmen Monkeydick-Productions als Leistung zweiter Ordnung
Renate Lorenz Scham – pervers sexuell arbeiten im kontext neoliberaler ökonomie
Do Gerbig Prozessual-strategische Subjekte in Bewegung!
Joke Janssen Theoretisch intersexuell – Wie intersexuelle Menschen zwischen den Zeilen bleiben
Annett Losert «Je lockerer man damit umgeht, desto weniger Probleme hat man.» – Handlungsspielräume nicht-heterosexueller Beschäftigter am Arbeitsplatz
Jo Bucher und Angelika Goeres Weder Geschlecht noch Vaterland – Was hat es mit queerender Politik zu tun, wenn zwei lesbische Damen während des Zweiten Weltkriegs ins Kostüm eines heterosexuellen deutschen Soldaten schlüpfen?

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