Der Film „Verqueere Welten 2.0“ nimmt die Zuschauer deshalb mit in eine Lebenswelt, die ihnen oft verschlossen bleibt. Er dokumentiert die Erfahrungen von vier Jugendlichen aus dem Ruhrgebiet. Sie heißen Svea, Toni, Lilo und Ben und sind schwul, lesbisch, bisexuell oder transident. In sehr persönlichen Rückblicken erzählen sie, wie sie sich das erste Mal verliebt haben, welche Ängste und Sorgen ihnen ihre Sexualität bereitet hat und wie ihre Mitmenschen auf ihr Coming-out reagiert haben.

Ein Fünftel der Bürger in NRW sind homophob

Ihre Geschichten sind ein Abbild des queeren ‒ sprich schwulen, lesbischen, bisexuellen und transidenten ‒ Lebens im Ruhrgebiet. Sie zeigen positive Reaktionen des Umfeldes und die Entwicklung der Jugendlichen zu selbstbewussten jungen Menschen. Aber problemfrei sind ihre Lebensläufe nicht.

Sie verdeutlichen auch, dass Schwul-, Lesbisch, Bisexuell- oder Transsein noch immer nicht vollständig in der Normalität angekommen ist. Das belegt auch eine aktuelle Studie im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit und Emanzipation Nordrhein-Westfalen. Laut dieser haben etwa ein Fünftel der Menschen in NRW eine homophobe Einstellungen. Dagegen zu wirken und aufzuklären, ist auch das Anliegen des Filmes.

Er kann ab sofort auf dem YouTube-Kanal des Medienprojekt queerblick e.V. angeschaut werden (youtube.de/queerblickTV). Produziert wurde die 80-minütige Dokumentation von Marta Grabski und Sebastian Schwarz von der Rosa Strippe in Bochum e.V. Sie ist Teil des Projektes „Verqueere Welten“, aus dem unter anderem eine Wanderausstellung hervorgegangen ist, die bereits in mehreren Städten bundesweit gezeigt wurde.

Link zum Film: http://youtu.be/1tzqatArfpE