Denn Mars‘ Eltern sind zum Thema Ehe ein eher abschreckendes Beispiel: Stiefpapa spielt den Haustyrann und widmet sich der Pflege seiner Gartenzwergsammlung,  Mama entlädt ihre tägliche Frustration mittels Putzorgien. Angesichts dieses Familiengrauens amüsiert sich Mars lieber mit Selbstbefriedigung.
Ihre skandalöse Lust am eigenen Körper wird zum Sinnbild des Aufbegehrensgegen die rigiden Traditionen italienischer Immigranten in Australien. Als Joe plötzlich mutmaßt, seine Stieftochter habe die Unschuld verloren, überstürzen sich die Ereignisse. Noch einmal wird die katholische Jungfräulichkeitsdoktrin mit aller Gewalt beschworen, bevor sich die Frauen dreier Generationen solidarisieren und ihre neugewonnenen Überzeugungen effizient an den Mann bringen. Die landläufige Drohung, bei unbotmäßigem Verhalten ende ein Mädchen mit leeren Händen, entpuppt sich selbst als … „eine Handvoll Fliegen“.

Verleih: Arsenal Filmverleih

Wurde 1997 beim Verzaubert-Filmfestival in Deutschland uraufgeführt.

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