Die Amerikaner wußten es schon seit langem: Die Lady ist ein Vamp. Der wahre Vampir ist weiblich. So liegt der Witz dieser Storysammlung denn auch in ihrer emanzipatorischen Tendenz: „Draculas Töchter“ vermögen zwar Gänsehaut zu erregen, doch sie verbreiten weit weniger Schrecken als ihr männliches Pendant. Sie verführen ihre Opfer mit List und sanfter Gewalt und bestärken sie – mit den besten oder weniger guten Absichten – in ihrem Widerstand gegen männliche Bevormundung: Vampirinnen als Speerspitzen der lesbischen Liebe – eine amüsante und ironische Variante des Genres – von den Herausgeberinnen kenntnisreich kommentiert.

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