Eva ist nicht die Frau, die Heteras auf die richtige Seite bringt. Von ihr aus kann Freundin Sieglinde ihre seltsamen Verehrer ruhig behalten, der gemeinsame Traum vom Frauenferienhaus soll daran nicht scheitern. Reinhard und Konsorten bekämen einfach eine eigene Hintertreppe. Sonst aber wäre ihre Traumvilla ein Ort nur für Frauen! Dafür ließen die Freundinnen lieber heute als morgen ihr tristes Dasein hinter sich. Kein Wunder: Sieglinde ist Schuldnerberaterin, und Eva brütet schon viel zu lange an ihrer Dissertation (»Ichkonzept und Welterfahrung im Minnesang«). Dabei will sie doch Schriftstellerin werden!

Da Frauenferienhaus und Erbtante noch nicht in Sicht sind, beginnt Eva wenigstens schon mal einen Roman darüber zu schreiben. Die einzelnen Kapitel und Figuren bespricht sie abends mit Sieglinde. Natürlich finden nicht alle Schilderungen deren Zustimmung. So dass der Dialog der Freundinnen bald eine zweite Ebene des Geschehens bildet und auch die Romanfiguren sich einmischen. So kann das Unmögliche doch geschehen… Eine Erbtante taucht auf, vermacht Sieglinde eine teure Münchner Wohnung und weist so dem Traum vom Frauenferienhaus den Weg ins Reale. Das Haus finden, es – als ersten Workshop! – mit Hilfe einer bunten Frauenbautruppe renovieren, nebenbei noch krimimäßig das Geheimnis der alten Nachbarin lüften, deren ekliger Neffe zu Tode kommt – und bei alledem die Frau fürs Leben entdecken.

 

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