So unterschiedlich sie sind, von einer Überzeugung sind sie alle beseelt: es anders anzufangen als die Mamas und auf keinen Fall den nächstbesten Bankier, Börsenmakler oder Syndikus zu heiraten. In einer Welt, beherrscht von den Schlagworten der Männer und ihrer sich ausbreitenden Technologie, suchen die Vassar-Girls ihren Weg, und zu ihnen gehört als neunte auch Norine, eine Außenseiterin vom gleichen Jahrgang. Bis in den Sommer 1940 verfolgt Mary McCarthy ihre Schicksale, von Szene zu Szene, von Begegnung zu Begegnung wechselnd und Höhepunkte des Daseins sowie Stunden der Enttäuschung, der Angst und Verzweiflung herausgreifend. Hart und bitter waren diese sieben Jahre, die Mary McCarthy bis in die feinsten Verästelungen des täglichen Lebens, bis in die intimsten Details erotischer Erfahrungen rekonstruiert und in denen sich von den Hoffnungen „junger Mädchenblüte“ nur wenige erfüllt haben. Es macht ihren Rang aus, daß sie sich immer, auch in ihrer scheinbar ungezügelten Lust zu entschleiern, zu sezieren, die Souveränität des Darüberstehens bewahrt und den Mut besitzt, in vielen Zügen ihrer Gestalten sich mit grimmiger Ironie selbst zu analysieren.

Pin It on Pinterest

Share This