Das Land wolle die Betroffenen im besonderen Maße stärken, so Kaykin. Mit 75.000 Euro unterstütze das Integrationsministerium daher das Beratungsprojekt RUBICON in Köln, das Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle mit Migrationshintergrund kultursensibel berät.

Mit dem Modellprojekt unterstützt das Ministerium insbesondere die interkulturelle Qualifizierung von Beraterinnen und Beratern in psychosozialen Einrichtungen und die Erstellung einer Arbeitshilfe für die Praxis. Denn: „Viele Migrantinnen und Migranten suchen die vorhandenen, regulären psychosozialen Beratungsstellen nicht auf“, sagte die Staatssekretärin. Dort mangele es häufig an interkultureller Kompetenz. Zudem fehle es an dem nötigen Einfühlungsvermögen für die doppelte Diskriminierung hinsichtlich des Migrationshintergrundes und der sexuellen Identität.

Angesiedelt ist das Beratungsprojekt beim Sozialwerk für Lesben und Schwule e.V. in Köln. Der dortige offene Treffpunkt für schwule, lesbische und transsexuelle Migrantinnen und Migranten hat sich immer mehr zu einem Anlaufpunkt auch für Menschen aus anderen Regionen des Landes entwickelt. Dem dort tätigen Team sei es gelungen, Hemmschwellen zu überwinden und Menschen mit Migrationshintergrund kompetent zu beraten, lobte Staatssekretärin Kaykın.

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