So konnte das LSBTTIQ-Beratungsangebot von ursprünglich drei auf aktuell 14 Standorte erweitert werden. „An zusätzlich elf Standorten gibt es für Ratsuchende neuerdings qualifizierte LSBTTIQ-Beratung“, so Tamara Kailuweit aus dem Sprechendenrat des Netzwerks. „Dies war nicht nur für ländlichen Regionen längst überfällig“, fügt sie hinzu. Ein weiterer Erfolg war die Eröffnung der ersten Beratungsstelle in Baden-Württemberg, die auf Transsexualität, Transgender und Intersexualität spezialisiert ist. Sie befindet sich in Ulm und stieß vom ersten Tage an auf große Resonanz.

Auch durch die Unterstützung der Coming-Out-Gruppen für LSBTTIQ Jugendliche im Rahmen des Zukunftsplans Jugend wurden endlich wegweisende Angebote für eine in der Jugendhilfe seit Jahrzehnten vernachlässigte Zielgruppe geschaffen. Für Baden-Württemberg bedeutete dies ein positives Echo weit über die Landesgrenzen hinaus. Auf diese geschützten Freiräume für Jugendliche sowie die damit verbundenen Gestaltungsmöglichkeiten kann Baden-Württemberg stolz sein. Wir müssen im kommenden Jahr dafür Sorge tragen, dass diese notwendigen Angebote weiter bestehen bleiben.

Nachdem das Netzwerk in den vergangenen Jahren stetig daran gearbeitet hat, eine Geschäftsstelle zu etablieren, konnte diese in 2016 in die Tat umgesetzt werden. Das Stuttgarter Büro des Netzwerks ist seit letztem Sommer mit zwei Mitarbeiter_innen in Teilzeit besetzt. „Das bedeutet eine verlässliche Unterstützung für die Netzwerkarbeit und eine große Entlastung für uns Ehrenamtliche“, so Mathias Falk aus dem Sprechendenrat des Netzwerks. Er führt dazu näher aus: „Diese Erfolge sind Früchte des Aktionsplans für Akzeptanz und gleiche Rechte der Landesregierung. Wir sind stolz darauf, als Netzwerk intensiv am Entstehungsprozess mitgewirkt zu haben“.

Mittlerweile arbeiten fast 100 Mitgliedsorganisationen aus ganz Baden-Württemberg im landesweiten Netzwerk an der Vision einer vielfältigen Gesellschaft zusammen. Ziel ist eine Gesellschaft, in der die Vielfalt von Geschlecht anerkannt ist und gelebt werden kann. Gleich- und gegengeschlechtliche Liebe und Beziehungen sollen gleichberechtigt und gleichgestellt sein. Um aktiv für diese Vision eintreten zu können, baut das Netzwerk auf das wertvolle Engagement seiner Mitglieder sowie auf eine nachhaltige und verlässliche Unterstützung durch die Politik in Baden-Württemberg. Und im September 2017 feiern wir gemeinsam unser fünfjähriges Bestehen!

Über das Netzwerk:

Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg ist ein überparteilicher und weltanschaulich nicht gebundener Zusammenschluss von lesbisch-schwul-bisexuell-transsexuell-transgender-intersexuell und queeren (LSBTTIQ) Gruppen, Vereinen und Initiativen. Das Netzwerk zeigt damit bereits die Vielfalt und die Vielgestaltigkeit von Geschlecht und sexueller Orientierungen. Ziel des Netzwerks ist es, die Zusammenarbeit der verschiedenen LSBTTIQ-Mitgliedsgruppen auf Landesebene zu fördern und den Erfahrungsaustausch zu intensivieren, zu zentralen Themen gemeinsame Positionen zu erarbeiten und gegenüber landespolitischen Entscheidungstragenden zu vertreten. Dabei greift das Netzwerk auf die vorhandenen Kompetenzen und Expertisen der Mitglieder zurück. Die Bündelung der Aktivitäten vor Ort erbringt Synergieeffekte, die den gesellschaftlichen Beitrag der Mitgliedsgruppen wirkungsvoller gestaltet. Die Eigenständigkeit jedes Mitglieds wird respektiert und alle Mitglieder arbeiten gleichberechtigt.

Kontakt zur Geschäftsstelle: kontakt@netzwerk-lsbttiq.net
Kontakt zum Sprechendenrat: sprechendenrat@netzwerk-lsbttiq.net
Mehr Informationen zum Netzwerk: www.netzwerk-lsbttiq.net
Netzwerk bei Facebook: www.facebook.com/lsbttiq

LSBTTIQ: Die Abkürzung steht für einzelne Richtungen in der vielfältigen Regenbogen-Gemeinschaft – lesbisch (L), schwul (S), bisexuell (B), transgender (T), transsexuell (T), intersexuell (I), queer (Q).

 

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