Für Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, ist ihre Familie ’normal‘ eine unhinterfragte Realität. Kein Wunder, dass sie in vielen Fällen erstaunt, verwirrt und teilweise auch verunsichert sind, wenn sie plötzlich damit konfrontiert werden, dass Normalität für viele anders aussieht. Solche Fremdheitserfahrungen machen junge Kinder vor allem in ihrer Kindertageseinrichtung: Sowohl von anderen Kindern als auch von deren Eltern und in vielen Fällen auch von den Erzieher_innen werden ihnen Fragen und Zuschreibungen entgegengebracht, die dazu führen, dass sie zwangsläufig ihre Familie als andersartig erfahren.

Kinder brauchen in solchen Situationen Unterstützung. Nicht nur zu Hause, sondern auch in der Einrichtung müssen sie gestärkt werden. Wenn sie bei den aufkommenden Fragen nicht angemessen begleitet werden, kann ein Problembewusstsein entstehen, das sogar zur Leugnung der eigenen familiären Situation führen kann. In Kindertageseinrichtungen wird eine frühe Weichenstellung vorgenommen, die ersten Erfahrungen mit sozialen Einrichtungen prägen das Erleben der Kinder. Im besten Fall kann ein reflektierter Umgang mit Familienmodellen es allen Kindern ermöglichen, sich mit Familienvielfalt auseinanderzusetzen, Familienkonzepte jenseits der tradierten Familienmodelle kennenzulernen und als gleichberechtigt anzuerkennen.
Wir bitten Euch daher, die Website in Euren Kitas bekannt zu machen. Schaut doch auch selbst mal rein – vielleicht findet Ihr auch noch ein paar Anregungen.
Die Website wird gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW. Umgesetzt und konzipiert wurde sie in Gemeinschaftsarbeit von MerkWert – Wort | Web | Wissen und MundWerk – Mediation & Training.
http://kitas.regenbogenfamilien-nrw.de/

Pin It on Pinterest

Share This