Isabeau – obwohl nur ausgedacht – mischt sich mehr und mehr in Olgas Leben ein und in die Handlung des Krimis, den Olga schreibt und dessen Hauptperson sie ist. Olga Linz, die eigentlich lieber Gedichte verfaßt – aber die verkaufen sich schlecht – arbeitet eher halbherzig an ihrem Krimi, dessen Geschichte sich dann auch nur sehr schleppend entwickelt. Es geht nur am Rande und eher beiläufig um die Suche nach dem Mädchenmörder, der stets eine rote Schleife am Tatort zurückläßt. Das Schreiben wird zum Selbstzweck und entwickelt sich mehr und mehr zu einer Sinnsuche. Mohnrot ist ein Roman, auf den frau sich einlassen muß, um seine Schönheit zu erkennen und das trotz aller Bedrohung und Irritationen warme Gefühl des Lebens in der Provence und die Faszination der Gedanken zu genießen. Ein „mehrgängiges Menue“ im Fast-Food-Blätterwald!

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