Als »Unrecht, Wahnwitz, Tollheit« wurde ihre Liebe nicht nur von Sibylles Ehemann und sechs Kindern, sondern auch von Adeles Bruder Arthur Schopenhauer torpediert. Dennoch rissen die beiden unerschrockenen Pionierinnen in Wissenschaft und Kultur, Politik und nicht zuletzt in der Liebe Grenzen ein, die ihnen als Frauen im 19. Jahrhundert gesteckt waren.

Das Buch wurde von der Klassik Stiftung Weimar und der Kunststiftung NRW gefördert.

Über die Autorin:
Als freie Autorin widmet sich Dr. Angela Steidele der Geschichte der Frauenliebe vor Erfindung der ›Homosexualität‹ (1869). Ihrer Dissertation Als wenn du mein Geliebter wärest. Liebe und Begehren zwischen Frauen in der deutschsprachigen Literatur 1750-1850 (Stuttgart: Metzler, 2003) folgte die Biographie der letzten Frau, die in Europa wegen der so genannten Unzucht mit einer anderen Frau hingerichtet wurde: In Männerkleidern. Das verwegene Leben der Catharina Margaretha Linck alias Anastasius Lagrantinus Rosenstengel, hingerichtet 1721 (Köln: Böhlau, 2004). Das Buch wurde mit dem Gleim-Literaturpreis ausgezeichnet. Dr. Angela Steidele lebt, schreibt und gärtnert in Köln.

Berlin und Frankfurt: Insel, 330 S., gebunden, mit Schutzumschlag und zahlreichen Abbildungen, 24,80 €, ISBN 978-3-458-17454-7

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