In diesem auf mehrere Jahre angelegten Projekt hat das Deutsche Institut für Menschenrechte untersucht, wie Entwicklungszusammenarbeit gesellschaftlich stigmatisierte Gruppen unterstützen kann, ohne sie gleichzeitig dem Vorwurf des „westlichen Werteimperialismus“ auszusetzen. Die nun vorliegende Studie schildert anhand der Länderbeispiele Malawi und Kamerun, wie LSBTI-Aktivist_innen im Globalen Süden arbeiten, auf welche Herausforderungen sie stoßen und welche Erfahrungen sie beim Umgang mit Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit gemacht haben.

Für die Unterstützung dieser und anderer gesellschaftlich stigmatisierter und oft auch rechtlich kriminalisierter Gruppen – neben LSBTI können das Albinos, religiöse oder ethnische Minderheiten sein – folgt, dass deutsche Entwicklungszusammenarbeit sie in ihrer Arbeit auf zwei Ebenen unterstützen kann und sollte: Zum einen im Rahmen von breit angelegten Programmen beispielsweise im Bereich Gesundheit oder Bildung. Daneben müssen Wege direkter Unterstützung für diese Gruppen und ihre Organisationen gefunden werden. Denn Menschen, die Rechte einfordern, deren Existenz ihre Regierung bestreitet, haben auch oft keinen Zugang zu anderen gesellschaftlichen Ressourcen und Rechten wie Bildung, Gesundheit und Arbeit.

 

 

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