Sanni hatte ihr Leben geordnet und in ruhige Bahnen gelenkt, bis sie Chris traf. Denn wann immer sie sich begegneten, lag diese Spannung in der Luft. Sie sprachen nie von Morgen, nie von Zukunft, sie wollten beide nur die Lust der Nacht. Ohne Tag, ohne Alltag, keine Fragen, keine Antworten. Nur ein wenig ausbrechen. Was sollte ihnen auch passieren? Sie stahlen sich ein paar Stunden, verlebten sie gemeinsam und dann kehrten sie wieder zurück in ihre eigene Welt. Nie war etwas berechenbar. Jeder ihrer gemeinsamen Tage war ein anderer. Sie wußten beide, daß sie einen gefährlichen Boden betraten und doch konnten sie nicht davon lassen. Sie spürten, daß es sich irgendwann zu entscheiden galt, aber war irgendwann nicht so weit weg, so abstrakt? Es war so wenig greifbar, daß sie es immer in weite Ferne geschoben hatten. Und dann kam dieser Tag im September…

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