Der Wüste Arizonas und einer dem Untergang geweihten Liebesaffäre soeben entronnen, kommt die Protagonistin Michelle als junge Schriftstellerin nach San Francisco. Dort trifft sie auf die ältere Petra, in die Michelle sich so sehnsüchtig verliebt, dass ihr Herz ihr aus der Brust heraushängt wie die Zunge eines Jagdhunds; die traurige Poetin Gwynn, die so viel raucht, bis ihre Katze wie ein Aschenbecher stinkt; Willa, die nicht einmal in Momenten größter Leidenschaft ihre Kleidung ablegen kann; sowie die jungenhafte Iris mit dem unwiderstehlichen Südstaaten-Akzent, mit der Michelle sich in eine intensive Liebesbeziehung stürzt, nach der sie mit gebrochenem Herzen und dazu verdammt, für immer über sie zu schreiben, zurückbleibt.
Stationen von Michelles Driften durch die Riot Grrrl- und queere Punkrock-Szene sind heimliche, nächtliche Schreib-Sessions, um mit selbstgemachten Zines die Welt zu revolutionieren; San Franciscos Bars und Nachtclubs, in denen neben avantgardistischen Kunst-Performances wild getanzt wird; Camaros, Donut-Shops und Hinterhöfe; sowie der jährliche San Francisco Dyke March und die Christopher Street Day-Parade.

Mit entwaffnender Ehrlichkeit schreibt die Autorin mutig und ungeschönt über Themen, die selten im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen: Alkoholismus und Drogenkonsum, Klassendiskriminierung sowie Pornografie, Sex-Arbeit und sadomasochistische Praktiken – die gerade auch in den Auseinandersetzungen zwischen antipornografischem und sex-positivem Feminismus bzw. zwischen der zweiten und dritten Welle des Feminismus Haupt-Brennpunkte waren und sind.
Doch dabei geht es nie um Effekthascherei – vielmehr bietet dieser Roman einen unverstellten Zugang zu den konkreten Realitäten feministischer, lesbischer und/oder queerer Lebensweisen und kann als Plädoyer für ein größeres Bewusstsein für die manchmal damit verbundenen Kontroversen sowie ein positives Verhältnis zur eigenen Sexualität gelesen werden. Das stilistisch Besondere des Buches ist, dass die Erzählung oft im Stil eines inneren Monologs oder Bewusstseinsstroms gehalten ist, der das Gefühl vermittelt, in Echtzeit geschrieben zu sein. Es gelingt der Autorin, mit sehr direkter Sprache, mal poetisch, mal mit wildem Tempo, persönliche Erfahrungen, intensive emotionale Erlebnisse und Zeitgeist zu einem packenden Roman zu verarbeiten, der überdies ein rares Zeitdokument queer-lesbischer Subkultur darstellt, das in den USA bereits sehr geschätzt wird – dort erhielt die Autorin für diesen Roman u.a. den Lambda Literary Award.

Wertvolle Hintergrundinformationen in dieser Hinsicht bietet auch das im Buch enthaltene, neue Vorwort, das die Autorin speziell aus Anlass der deutschen Übersetzung dieses Werks verfasste. Außerdem erhalten die Leserinnen und Leser als weitere Zugabe ein Glossar, in dem wichtige Begriffe queer-lesbischer Subkultur kurz und verständlich erläutert werden. In einer Zeit zunehmenden Interesses an zeitgenössischer (Sub-)Kultur, Gender-Fragen und sozialkritischen Themen wendet sich dieses Werk somit an eine wachsende LeserInnenschaft. Nicht nur die unverfälschten Einblicke in die Alltagswelt der Protagonistin in San Franciscos queer-lesbischer Szene, sondern auch der unkonventionelle Erzählstil sowie das einzigartige Sprachgefühl der Autorin dürften das Werk auch für ein deutschsprachiges Publikum unterhaltsam und interessant machen.

Über die Autorin
Michelle Tea hat zahlreiche Bücher und Sammelbände verfasst und herausgegeben. Sie ist Mitbegründerin von „Sister Spit“, einem queer-feministischen Spoken Word- und Performance-Kunst- Kollektiv aus San Francisco, und künstlerische Leiterin von „Radar Productions“, einer gemeinnützigen Organisation für Veranstaltungen zu queerer Literatur. Ihre Arbeiten haben zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Zudem verliehen ihr die Zeitungen San Francisco Weekly und San Francisco Bay Guardian im Jahr 2006 den Titel „Best Local Writer“ und die Zeitschrift Curve nannte sie im Jahr 2009 in ihrer Auswahl von „Twelve Powerful (Mostly) Lesbian Authors“.

Über den Verlag
Der Verlag Zaglossus mit Sitz in Wien existiert seit Herbst 2009 und hat sich auf die Herausgabe von Literatur, die nicht nur literarisch hochwertig ist, sondern insbesondere auch die Vielfalt unterschiedlicher Lebensweisen sichtbar macht, spezialisiert. Da wir es uns auch zur Aufgabe gemacht haben, bedeutende fremdsprachige Werke ins Deutsche zu übersetzen und somit einem größeren Publikum zugänglich zu machen, freuen wir uns ganz besonders, mit Valencia von Michelle Tea unser erstes Buch vorzulegen. Die nächsten Erweiterungen unseres Verlagsprogramms werden im Herbst 2010 folgen. Mehr Infos unter: www.zaglossus.eu

Der Wüste Arizonas und einer dem Untergang geweihten Liebesaffäre soeben entronnen, kommt die
Protagonistin Michelle als junge Schriftstellerin nach San Francisco. Dort trifft sie auf die ältere Petra, in
die Michelle sich so sehnsüchtig verliebt, dass ihr Herz ihr aus der Brust heraushängt wie die Zunge eines
Jagdhunds; die traurige Poetin Gwynn, die so viel raucht, bis ihre Katze wie ein Aschenbecher stinkt; Willa,
die nicht einmal in Momenten größter Leidenschaft ihre Kleidung ablegen kann; sowie die jungenhafte
Iris mit dem unwiderstehlichen Südstaaten-Akzent, mit der Michelle sich in eine intensive
Liebesbeziehung stürzt, nach der sie mit gebrochenem Herzen und dazu verdammt, für immer über sie zu
schreiben, zurückbleibt.
Stationen von Michelles Driften durch die Riot Grrrl- und queere Punkrock-Szene sind heimliche,
nächtliche Schreib-Sessions, um mit selbstgemachten Zines die Welt zu revolutionieren; San Franciscos
Bars und Nachtclubs, in denen neben avantgardistischen Kunst-Performances wild getanzt wird;
Camaros, Donut-Shops und Hinterhöfe; sowie der jährliche San Francisco Dyke March und die
Christopher Street Day-Parade.
Mit entwaffnender Ehrlichkeit schreibt die Autorin mutig und ungeschönt über Themen, die selten im
Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen: Alkoholismus und Drogenkonsum, Klassendiskriminierung sowie
Pornografie, Sex-Arbeit und sadomasochistische Praktiken – die gerade auch in den
Auseinandersetzungen zwischen antipornografischem und sex-positivem Feminismus bzw. zwischen der
zweiten und dritten Welle des Feminismus Haupt-Brennpunkte waren und sind.
Doch dabei geht es nie um Effekthascherei – vielmehr bietet dieser Roman einen unverstellten Zugang zu
den konkreten Realitäten feministischer, lesbischer und/oder queerer Lebensweisen und kann als
Plädoyer für ein größeres Bewusstsein für die manchmal damit verbundenen Kontroversen sowie ein
positives Verhältnis zur eigenen Sexualität gelesen werden.
Das stilistisch Besondere des Buches ist, dass die Erzählung oft im Stil eines inneren Monologs oder
Bewusstseinsstroms gehalten ist, der das Gefühl vermittelt, in Echtzeit geschrieben zu sein. Es gelingt der
Autorin, mit sehr direkter Sprache, mal poetisch, mal mit wildem Tempo, persönliche Erfahrungen,
intensive emotionale Erlebnisse und Zeitgeist zu einem packenden Roman zu verarbeiten, der überdies
ein rares Zeitdokument queer-lesbischer Subkultur darstellt, das in den USA bereits sehr geschätzt wird –
dort erhielt die Autorin für diesen Roman u.a. den Lambda Literary Award.
Wertvolle Hintergrundinformationen in dieser Hinsicht bietet auch das im Buch enthaltene, neue
Vorwort, das die Autorin speziell aus Anlass der deutschen Übersetzung dieses Werks verfasste.
Außerdem erhalten die Leserinnen und Leser als weitere Zugabe ein Glossar, in dem wichtige Begriffe
queer-lesbischer Subkultur kurz und verständlich erläutert werden.
In einer Zeit zunehmenden Interesses an zeitgenössischer (Sub-)Kultur, Gender-Fragen und
sozialkritischen Themen wendet sich dieses Werk somit an eine wachsende LeserInnenschaft. Nicht nur
die unverfälschten Einblicke in die Alltagswelt der Protagonistin in San Franciscos queer-lesbischer Szene,
sondern auch der unkonventionelle Erzählstil sowie das einzigartige Sprachgefühl der Autorin dürften
das Werk auch für ein deutschsprachiges Publikum unterhaltsam und interessant machen.

Über die Autorin
Michelle Tea hat zahlreiche Bücher und Sammelbände verfasst und herausgegeben. Sie ist
Mitbegründerin von „Sister Spit“, einem queer-feministischen Spoken Word- und Performance-Kunst-
Kollektiv aus San Francisco, und künstlerische Leiterin von „Radar Productions“, einer gemeinnützigen
Organisation für Veranstaltungen zu queerer Literatur.
Ihre Arbeiten haben zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Zudem verliehen ihr die Zeitungen San
Francisco Weekly und San Francisco Bay Guardian im Jahr 2006 den Titel „Best Local Writer“ und die
Zeitschrift Curve nannte sie im Jahr 2009 in ihrer Auswahl von „Twelve Powerful (Mostly) Lesbian Authors“.
Über den Verlag
Der Verlag Zaglossus mit Sitz in Wien existiert seit Herbst 2009 und hat sich auf die Herausgabe von
Literatur, die nicht nur literarisch hochwertig ist, sondern insbesondere auch die Vielfalt unterschiedlicher
Lebensweisen sichtbar macht, spezialisiert.
Da wir es uns auch zur Aufgabe gemacht haben, bedeutende fremdsprachige Werke ins Deutsche zu
übersetzen und somit einem größeren Publikum zugänglich zu machen, freuen wir uns ganz besonders,
mit Valencia von Michelle Tea unser erstes Buch vorzulegen. Die nächsten Erweiterungen unseres
Verlagsprogramms werden im Herbst 2010 folgen.
Mehr Infos unter: www.zaglossus.eu

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