Eine zentrale Nebenfigur ist dabei die Großmutter, die oft mürrisch und kurz angebunden, dann wieder mit zweifelhaften Weisheiten und Ratschlägen auf die Wissbegier ihrer Enkel_innen antwortet, denen Faschingskostüme, eine aufregende neue Freundin, eine Leiter, die bis in den Himmel reichen soll, aber auch soziale Ausgrenzung und die Trennung der Eltern zu schaffen machen. Die kindliche Perspektive verleiht einerseits dem ernsten und oft tragischen Geschehen eine gewisse Komik und Leichtigkeit, andererseits nimmt sie die Konflikte der Erwachsenen und Heranwachsenden besonders genau und kritisch unter die Lupe.

Suzana Tratnik, geboren 1963 in Murska Sobota, lebt in Ljubljana und gilt als eine der bedeutendsten (lesbischen) Schriftsteller_innen Sloweniens. Sie hat zahlreiche Kurzgeschichten, Romane und weitere Veröffentlichungen verfasst, die in ca. 20 Sprachen übersetzt wurden, und ist außerdem als Soziologin und Übersetzerin tätig. Für Farbfernsehen und sterben wurde ihr der Preis der Preseren-Stiftung, eine der höchsten und prestigereichsten nationalen Auszeichnungen für Kultur der Republik Slowenien, verliehen.

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