Jule lernt Gunnar kennen, als ihr Wagen bei den Schären von Västervik liegen bleibt. Jule geht mit Gunnar angeln, sie haben Sex hinter einem Busch, und es riecht und klebt wie Erdbeereis. Gunnar, der eine Frau mit leicht vorgeschobenen Entenlippen und ein flachsblondes Kind hat, schreibt bei einem großen schwedischen Möbelkonzern Bauanleitungen: »Insert B into A. Use C as a handle.« Aber Jules Mittsommer dauert nicht ewig.
So und anders sind die Geschichten von Maike Wetzel; immer ist es die Liebe oder so etwas. Ihre Figuren begegnen sich, hier und dort, haben sich, wollen sich, wollen sich nicht, wollen ein bißchen, kürzer, länger, einfach oder kompliziert. Es ist Spiel und doch ganz ernst. Geschichten, die am Anfang nicht anfangen und am Ende nicht aufhören, rastlos durch die Gegend streifen, beiläufig dem Leben folgen. Ungerührt komisch, mit lustiger Verzweiflung, manchmal hart und rauh, manchmal melancholisch.

»Maike Wetzel hat ihre Geschichten und Personen aus dem diffusen Durcheinander des Lebens scharfkantig herausgerissen, lapidar und poetisch.« Tankred Dorst

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